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Wie Indien vom Analphabetismus profitiert


Historisch erworbene Erinnerungskapazität auch im IT-Zeitalter nützlich: Indien ist eine künftige Weltmacht. Daran besteht bei Experten kaum ein Zweifel. Ein besonders ausgewiesener Fachmann für den Subkontinent ist Hans-Georg Wieck. Er war erster Botschafter des wiedervereinigten Deutschland
in Neu-Delhi und ist jetzt Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft dig-ev. Im Gespräch mit der Zeitschrift Mut mut-verlag äußerte sich Wieck zu Indiens neuer Rolle in der Weltpolitik und Weltwirtschaft. Sein Resümee: Indiens Vielfalt passe gut zu Europa. Im Interview wartet er mit der originellen These auf, der Analphabetismus - auch heute können 40 bis 50 Prozent der Inder weder lesen noch schreiben – habe die Hirne der Inder geschult. Lange Zeit habe es in Indien nur eine mündliche und keine schriftliche Überlieferung gegeben. Kultur, Religion und Sozialordnung seien nur über das Erinnerungsvermögen weitergegeben worden.






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