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Angela Merkel schreibt Briefe an die Konzerne


Bonn/Berlin – Die deutschen Dax-30-Unternehmen bilden unterdurchschnittlich viele junge Leute aus. Angesichts der angespannten Lage auf dem Ausbildungsmarkt will die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jetzt fleißig Briefe schreiben.
Adressaten dürften vor allem die großen Konzerne sein, die aufgefordert werden sollen, mehr Lehrstellen anzubieten. Einen entsprechenden Brief kündigte Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) bei der Vorlage der Mai-Zahlen an, wie das Düsseldorfer Handelsblatt handelsblatt.de berichtet.
Eine Umfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag, die der Zeitung vorliegt, ergibt folgendes Bild: Bei 25 der 30 größten börsennotierten Konzerne kommen auf 100 Beschäftigte in Deutschland nur 5,8 Azubis – in der Gesamtwirtschaft seien es 6,4. Nach Darstellung der Grünen gruene.de machten Telekom, Deutsche Post, Altana und SAP keine verwertbaren Angaben. Trotz der mauen Zahlen will Glos an dem Ausbildungspakt zwischen Wirtschaft und Politik festhalten, der 2004 geschlossen wurde. Eine Garantie könne aber nicht übernommen werden. Außerdem sprach sich der Minister dafür aus, die Bürokratie für Lehrherren und die Prüfungsgebühren für Kammern zu reduzieren.






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