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Magazin

Die Zukunft der Online-Medien


Bonn/München – Die Online-Angebote der Zeitungen und Zeitschriften sind mittlerweile fest etabliert. Kein Medium kommt mehr ohne ein zusätzliches Online-Angebot aus. Jochen Wegner, Chefredakteur von Focus-Online, nimmt den zehnten Geburtstag von Focus-Online zum Anlass,
acht Thesen zur Zukunft dieser speziellen Art des Journalismus zu formulieren. Die Zukunft des Journalismus, so seine erste These, werde an seinen Rändern erfunden. Die Grenzen zwischen Mediennutzern und Produzenten verschwinden. Leser, Hörer und Zuschauer werden immer häufiger selber zu Autoren und erreichen dadurch eine Resonanz im Netz.
These drei besagt, dass die Produktionskosten von Medien nicht mehr die entscheidende Hürde sind, da die Produzenten bei Online-Medien weder Druck- noch Vertriebskosten ins Kalkül ziehen müssen. Das Monopol der alteingesessenen Medien, das oft mit Arroganz vermischt war, schwindet. Denn formale Qualifikation oder Talent ist „unendlich“, so Wegner. Nicht nur Redakteure von FAZ oder Zeit können recherchieren und schreiben. Andere können dies auch und finden im World Wide Web ihre Nische. Doch die Menge an Aufmerksamkeit ist endlich, meint der Chefredakteur von Focus-Online. Nicht jede Meldung, die durchs Netz gejagt wird, findet ihre Leser. Auch hier muss der Autor genau bedenken, was der Leser von ihm erwartet.






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