Versicherung
Elektronische Gesundheitskarte bald Realität
der Gesundheitskarte mbH unterzeichnet. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Rolf Hoberg, vor Journalisten des TELI-Treffs in Stuttgart. Damit ist der Weg frei für den ersten Flächentest der elektronischen Gesundheitskarte in Baden-Württemberg.
Mit zunächst 10.000 und dann 100.000 Versicherten wird die neue Gesundheitskarte ab dem dritten bzw. vierten Quartal 2006 erprobt. Sind die Tests erfolgreich, soll die Karte Mitte oder Ende 2007 flächendeckend in der gesamten Bundesrepublik eingeführt werden.
Hoberg sprach von einer „Revolution im Gesundheitswesen“: Zwischen den 80 Millionen Versicherten, 270.000 Ärzten, 77.000 Zahnärzten, 22.000 Apotheken, über 2.000 Krankenhäusern und rund 300 Krankenkassen gebe es bislang kein einheitliches elektronisches Datensystem. Rund 750 Millionen Rezepte werden jährlich an Patienten ausgestellt – bislang in Papierform. Das bestehende System, so der AOK-Vorstandsvorsitzende, sei wegen der vielen Wechsel von Papierbelegen in elektronische Belege und zurück äußerst ineffizient. Diesen Mißstand, so Hoberg, wird die elektronische Gesundheitskarte beseitigen.
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